Ausgangssituation

Ölmühle Fandler

Fandler erzeugt seit 1926 mit viel Fingerspitzengefühl hochwertigste Öle in mehr als 30 Sorten: pur, geradlinig und schnörkellos. Als Julia Fandler den Familienbetrieb 1994 in vierter Generation übernahm, wollte sie die Tradition bewahren, gleichzeitig aber das Unternehmen nach ihren Vorstellungen gestalten. Die Frage lautete: Wie radikal kann ein Neuanfang aussehen?

Konzept & Umsetzung

Wir sahen die Tradition von Fandler zu 100% in der hohen Qualität verankert.

Das Branding und die verstaubte Verpackung (ein altmodisches Henkelfläschchen) transportierten aber weder die Einzigartigkeit des Unternehmens noch den Charakter der Produkte. Die von uns entwickelte CI macht die Reinheit, Natürlichkeit und den Facettenreichtum der Öle nun auf allen Ebenen sicht- und spürbar.

Resultate

Hervorragende Produkte, beispielhafte Konsequenz und das strategische Zusammenspiel aller Einzelmaßnahmen bringen Fandler eine signifikante Wertsteigerung sowie große Begeisterung bei Händlern, Kunden und innerhalb des Teams.

Umwälzende Veränderungen verlangen mutige Entscheidungen – die alten Flaschen aufzugeben auch lange Diskussionen. Im Nachhinein wertet die Unternehmerin den radikalen Schritt aber als Schlüsselerlebnis, denn „Ballast abzuwerfen macht neue Wege sichtbar“.

Mit dieser Gestaltungsfreiheit entwickelten wir innerhalb von drei Monaten eine Neupositionierung der Marke. Die Kommunikation stellt die Besonderheiten des Produkts direkt, modern, konsequent und auf allen Kommunikationsebenen in den Mittelpunkt. Ein Umbruch, der sich nach innen und außen bemerkenswert dynamisch gestaltete. Nun schauen Fandler Öle endlich so gut aus, wie sie schmecken.

VERSUCHUNG, das halbjährlich erscheinende Magazin, inspiriert und sensibilisiert als fundierte Geschmacksschule zum spielerischen Ausprobieren und sinnlichen Genießen. Die Homepage zielt mit Webshop, Geschenke-Konfigurator, dem aktuellen Kochkurs-Programm und Steckbriefen zu allen Produkten auf umfassende Information ab.

Auch Architektur ist visuelle Kommunikation. Somit war es naheliegend, den Bau des neuen Firmengebäudes vom ersten Gedanken über die Planung bis hin zur Eröffnung beratend zu begleiten. Das Grazer Architekturbüro epps war genau der richtige Partner für das anspruchsvolle Projekt. Hell, puristisch und einprägsam lädt die Ölmühle Fandler mit Büros, Geschäft und großzügiger, offener Küche zum Entdecken und Verkosten ein. 

„Nach zwanzig Sekunden habe ich gewusst: Das ist es, da merkt man wirklich, was in den Flaschen drinnen ist! Die prägendsten Etappen waren für mich, das Alte loszulassen und zu sagen: Die Henkelflasche war gut, aber ihre Zeit ist vorbei.“ 

Julia Fandler, Ölmühle Fandler

Image- und Produktbooklet

Alles über Fandler

Auf beinahe 100 Seiten erfährt man in konzentrierter Form ziemlich viel Wissenswertes, einige Küchengeheimnisse und vor allem, was die Fandler Öle so einzigartig macht.


Interview Julia Fandler
Inhaberin Ölmühle Fandler





Wie lange arbeiten Sie schon mit d.signwerk zusammen?
Seit Herbst 2006. Im selben Jahr ist mein Vater verstorben, der völlig auf Naturverbundenheit und Tradition gesetzt hat: karierte Stofffetzerl auf den Flaschen und Holzkassetten mit Heu. Je älter und reifer ich wurde, desto weniger hat mir das gefallen. 

Wie war der Beginn der Zusammenarbeit mit d.signwerk?
Ich bin auf einer Messe ins Reden gekommen und habe gefragt, wer die Designs für Sonnentor macht: Peter Schmid – den Namen habe ich mir gleich gemerkt. Bei der nächsten Veranstaltung wieder: Sonnentor mit neuen Verpackungen und neuem Stand – alles ganz toll! Kunden haben mich dann auf eine notwendige optische Veränderung unserer Produkte angesprochen. Kurz darauf entdeckte ich bei Staudigl, einem unserer besten Kunden in Wien, schöne Seifen und Marmelade – Gestaltung: d.signwerk. Da war mir klar: Sollte ich einmal etwas verändern wollen, dann rufe ich dort an! Der konkrete Anlass war dann eines unserer Produkte: Wir hatten schon seit zwei Jahren Kürbiskerne mit Wasabi im Programm, verpackten sie aber immer noch provisorisch im Cellophansackerl mit stinknormalem Pickerl. Da musste eine hochwertigere Verpackung her und ich habe Peter angerufen. Er hat sich alles angesehen, Verpackungen, Prospekt etc. Zur Visitenkarte hat er gemeint: „Ah, ein Miniprospekt!“ – so vollgedruckt war sie.

Was waren die Meilensteine in der Zusammenarbeit mit d.signwerk?
Schon der erste Entwurf für die Wasabi-Dose hat mich begeistert, ich konnte mich kaum zwischen den beiden Varianten entscheiden. Ein echter Meilenstein war der Abschied von der Henkelflasche. Wir haben lange darüber diskutiert, denn ich konnte mir nicht vorstellen, mich je von ihr zu trennen. Mein Vater war derjenige, der die Form und die Qualität ihres Inhalts etabliert hatte. Für die Kunden stand die Henkelflasche eindeutig für Fandler. Abgesehen von den Kunden habe ich das auch als Abschied von meinem Papa gesehen, was mir sehr schwer gefallen ist. Für Peter war klar: „Mit dieser Flasche wird’s schwierig.“ Der entscheidende Impuls kam von einem Freund: „Julia, du hast wirklich die besten Öle, die es gibt, aber das sieht man nicht.“ Genau das habe ich gebraucht! „Ok, suchen wir uns eine andere Flasche.“

Peter hat sich sehr viel Zeit genommen. Bei der Logo-Entwicklung waren wir uns schnell einig. Mit dem Tropfen-Logo habe ich mich auch von der Henkelflasche verabschiedet. Damit hat sich eine ganze Maschinerie in Bewegung gesetzt. Innerhalb von zwei Monaten hat d.signwerk die gesamte Produktausstattung entwickelt, das war phänomenal. Ich hab verschiedene Designlinien für die Bio- und die Classic-Öle bekommen. Als ich die Layouts für die Bio-Öle gesehen habe, war ich schockiert. „Bist du narrisch – das hast jetzt davon, dass du dir den ausgesucht hast!“ Aber nach zwanzig Sekunden habe ich gewusst: Das ist es; da merkt man wirklich, was in den Flaschen drinnen ist! Das waren für mich die prägendsten Etappen – das Alte loszulassen und zu sagen: „Die Henkelflasche war gut, aber ihre Zeit ist vorbei.“ 
Und bereits auf dem Weg zu d.signwerk habe ich mir gedacht: „Egal, was die Kosten sind – die musst du dir irgendwie leisten können.“ Es ist das Gleiche wie mit unseren Ölen. Gute Sachen haben ihren Preis und sind ihn mehr als wert. Ich merke das auch bei unseren Kunden: Diejenigen, die ein Flascherl Öl um 14,90 Euro kaufen und wirklich verwenden, anstatt es als Deko-Objekt stehen zu lassen, werden zu Stammkunden. Denn sie können sich einen Rucolasalat ohne unser Walnuss-Öl nicht mehr vorstellen! Dass unsere Öle so gut sind, ist das Ergebnis eines langen Weges, und dieser Weg hat eben seinen Preis. Wenn jemand beginnt, mit mir zu feilschen, fühle ich mich persönlich angegriffen. 

Was ist das Geheimnis des Erfolgs der Fandler Öle? 
Einerseits die Tradition. Unsere Öle sind seit 1926 im Handel. Wenn mein Urgroßvater die Ölmühle nicht gekauft hätte, meine Großeltern in der Nachkriegszeit nicht so hart gearbeitet hätten und mein Vater nicht der Bio-Pionier gewesen wäre, dann hätten wir jetzt kein so breites und hochwertiges Sortiment. Auch unsere Mitarbeiter, die lange im Unternehmen sind und sich mitverantwortlich für die Marke fühlen, sind unglaublich wichtig. Es ist Leidenschaft da und ich verlange von meinen Mitarbeitern, dass sie ihre Arbeit gerne machen, denn nur dann machen sie sie gut. Dann liegt unser Erfolg natürlich auch an der Auswahl der Rohstoffe. Da sind wir heikel und geben uns nur mit dem Besten zufrieden. An der Intensität von Duft, Geschmack und Farbe merkt man sofort, dass man ein Naturprodukt in der Hand hält – einen Tropfen Vollkommenheit, der nicht irgendwo, sondern hier bei uns in Pöllau produziert wurde. 

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit d.signwerk besonders? 
Das, was herauskommt. Ein optisches und zugleich nachhaltiges Ergebnis. Neben der Produktverpackung geht es auch um Imagebildung, um die gesamte Kommunikation in Bild und Text, nach innen und außen. Ich fühle mich ganzheitlich betreut und schätze auch den Austausch in strategischen Themen sehr. Viel Neues ist aus den Gesprächen mit Peter Schmid entstanden. 

Was bedeutet „Design“ für Sie persönlich? 
Ich mag schöne Dinge – noch mehr, seitdem ich selbst so schöne Dinge habe. Meine Sinne haben sich geschärft, Design ist jetzt präsenter in meinem Leben. Es gibt Produkte, die mir vom Inhalt und ihrer Geschichte her gefallen würden – wenn sie fad oder lieblos eingepackt sind, kaufe ich sie nicht. Die Verpackung ist eben auch Kommunikation. 

Bio-Öle

Bildgeschichten

Jedes Etikett weckt Erinnerungen – und erzählt kleine Geschichten, die dafür sorgen, dass wir diese Produkte nicht so schnell wieder vergessen.

Classic-Öle

Ein Tropfen Vollkommenheit

Unser Ziel war die klare Differenzierung zu allen Mitbewerbern. Erreicht haben wir das mit einem Etiketten-Design, so pur und rein wie die Produkte selbst.

Fandler Versuchung

Öl-Culinarium

In jeder Ausgabe des zweimal jährlich erscheinenden Kundenmagazins beantworten wir vor allem die Frage, welches Öl am besten wozu passt – und machen damit Appetit aufs Ausprobieren.

ÖL-CUVÉES

1001 Kombinationsmöglichkeiten

10 Öle, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat: Gemischt aus zwei oder drei Sorten der besten Öle lassen sich mit den Flaschen allerlei Zahlenspielereien anstellen. Den Anfang machten „8“ und „5“ – als Kundengeschenk zum 85-jährigen Firmenjubiläum.

Lino 3

Energydrinks

Ein Schluck pures Leinöl ist nicht jedermanns Sache, dabei gibt es kein anderes Lebensmittel, in dem so viel wertvolles Omega 3 steckt. Um den Genuss zu erleichtern, entstand das Konzept „LINO 3“, für das täglich frisch gepresstes Leinöl mit anderen Ölen harmonisch abgerundet wird. Die Etiketten ziehen mit ihrem sanften, metallischen Glanz im Kühlregal die Blicke auf sich.

Charakter-Salze

Ausdrucksstark

Fandler gibt steirischem Bergkernsalz durch Zugabe von entölten Kernen und Nüssen einen ganz neuen Charakter, wir gaben ihm dazu ein attraktives Gesicht.

Messestand

Bleibender Eindruck

Seit Kurzem präsentiert sich die Ölmühle Fandler auf der wichtigsten europäischen Biofachmesse, die jährlich in Nürnberg stattfindet, mit diesem puristischen Messestand.

Website

Eins für dich, eins für mich

Ein Webshop ist grundsätzlich nichts Besonderes. Außer, man kann damit Geschenke individuell zusammenstellen. Per „Drag & Drop“ lassen sich hier ganz leicht die verschiedensten Boxen befüllen und versenden. Ein umfangreiches Online-Rezeptbuch gibt's als Draufgabe.